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PLOCHINGEN: Kinoschwimmen im sanierten Stadtbad – Spender aus ganz Deutschland helfen

 

Wickeltische im Stadtbad

Petra Scholz-Gutbrod und Bürgermeister Frank Buß zeigen ein neues Angebot, das der Förderverein ermöglicht hat: klappbare Wickeltische für den Service am Kind. Foto: Zimmermann

Am Samstag konnte im Vorfeld des “Kinoschwimmens” das sanierte Plochinger Stadtbad besichtigt werden. Insgesamt 385 000 Euro wurden zum Großteil in die Technik investiert, die Umkleidebereiche auch mit Hilfe von Einzelspendern aufgewertet und ein neuer Drei-Meter-Sprungturm angeschafft.


Von Martin Zimmermann


Einen spannenden Film zwischen Poolnudeln hängend oder von der Luftmatratze aus zu betrachten, das gehört zum Kinoschwimmen in Plochingen genauso wie die große Tombola ohne Nieten oder der legendäre Hot Dog für zwei Euro sowie Kaffee und Kuchen im Foyer. Mit solchen Aktionen setzen sich die Freunde und Förderer des Stadtbades seit 2004 für den Erhalt des mittlerweile 46 Jahre alten Plochinger Hallenbads ein. Auch in diesem Jahr kamen wieder rund 180 Besucher zu dem feuchten Kino-Vergnügen. Lange Zeit stand auf der Kippe, ob die Stadt das Hallenbad aus den 60er-Jahren überhaupt erhalten kann und will. Doch im Februar 2011 dürfte den Fans des Plochinger Stadtbads ein Stein vom Herzen gefallen sein: Damals sprach sich der Plochinger Gemeinderat einstimmig für den Erhalt und die Sanierung des Stadtbads am Burgplatz aus. Am Samstag konnten Besucher vor dem Kinoschwimmen bei einem Rundgang mit Bürgermeister Frank Buß einen Blick in das Bad und den sanierten Umkleidebereich werfen. Durch die Investitionen “erhielt das Bad vor allem im Bereich der technischen Anlagen eine Frischzellenkur”, sagte Buß. Dass dem Bad diese Kur verordnet werden konnte, hängt eng damit zusammen, dass Investitionen nicht allein von der Stadt geschultert werden mussten, sondern auch über das Energiecontracting mit der Firma Cofely abgedeckt wurden. Während Cofely in Entfeuchtung, Belüftung, Wärmerückgewinnung und eine neue Heizungstechnik 164 000 Euro investierte, steckte die Stadt knapp 215 000 Euro in den Brandschutz, die Erneuerung der Beleuchtung und einen neuen Sprungturm. Von der energetischen Sanierung profitiere auch die Umwelt, sagte Buß: “Jetzt sparen wir jährlich 31 500 Liter Heizöl ein.” Petra Scholz-Gutbrod, Vorsitzende der Freunde und Förderer des Stadtbades, freute sich, “dass alles so gut geklappt hat”. Denn damit das Bad über die neue Technik hinaus attraktiver wird, daran wirkte auch der Förderverein mit 5000 Euro mit. Von diesem Geld wurden sehr gut erhaltene Umkleidekabinen aus dem Bad “Cabrio” in Weinstadt-Endersbach und neue, klappbare Wickeltische gekauft.

Lob für Renovierung

“Schön ist es geworden”, waren sich Marianne Pernika und Christel Riedel nach dem Rundgang einig: “Wir überlegen uns, ob wir wieder regelmäßig kommen.” Und Georg Rath, als Mitglied der DLRG-Reichenbach Stammgast im Plochinger Hallenbad, bestätigte, dass die Sanierungsmaßnahmen wirken: “Die Luft in der Schwimmhalle ist viel besser geworden, und optisch steht das Bad jetzt auch besser da.”
Dazu haben viele ihren Beitrag geleistet, denn der Förderverein angelt sich Spender mit knitzen Ideen – so kann sich zum Beispiel jeder in den Umkleiden mit einem Schild ein Denkmal setzen: Für 50 Euro wird darauf hingewiesen wer die Umkleidekabine oder den Schrank durch eine Spende gesponsert hat. Da ließ sich Peter Blochinger aus Castrop-Rauxel nicht zweimal bitten: Der Ex-Plochinger hat bereits seinen Beitrag zum Erhalt des Stadtbades geleistet.


Artikel vom 21.11.2011 © Eßlinger Zeitung

Peter Blochinger aus Castrop-Rauxel spendet für Plochinger Bad

Kinoschwimmen im sanierten Bad

Bürgermeister Frank Buß und Petra Scholz-Gutbrod in den sanierten Umkleiden. Der Förderverein spendete klappbare Wickeltische.

Am vergangenen Samstag konnte im Vorfeld des „Kinoschwimmens“ das sanierte Plochinger Stadtbad besichtigt werden. Insgesamt 385.000 Euro wurden zum Großteil in die Technik investiert, die Umkleidebereiche auch mit Hilfe von Einzelspendern aufge-wertet und ein neuer Drei-Meter-Sprungturm angeschafft.

Einen spannenden Film zwischen Poolnudeln hängend oder von der Luftmatratze aus zu betrachten, das gehört zum Kinoschwimmen in Plochingen genauso wie die große Tombola ohne Nieten oder der legendäre Hot Dog für zwei Euro und Kaffee und Kuchen im Foyer. Mit solchen Aktionen setzen sich die Freunde und Förderer des Stadtbades Plochingen seit 2004 für den Erhalt des mittlerweile 46 Jahre alten Plochinger Hallenbads ein. Auch in diesem Jahr kamen wieder rund 180 Besucher zu dem Event. Lange Zeit stand auf der Kippe, ob die Stadt das Hallenbad aus den 60er-Jahren überhaupt erhalten kann und will. Doch im Februar 2011 dürfte den Fans  des Plochinger Stadtbads ein Stein vom Herzen gefallen sein: Damals sprach sich der Plochinger Gemeinderat einstimmig für den Erhalt und die Sanierung des Stadtbads am Burgplatz aus.

Am Samstag konnten Besucher vor dem Kinoschwimmen bei einem Rundgang mit Bürgermeister Frank Buß einen Blick in das Bad und den sanierten Umkleidebereich werfen. Durch die Investitionen „erhielt das Bad vor allem im Bereich der technischen Anlagen eine Frischzellenkur“, sagte Buß. Dass dem Bad diese Kur verordnet werden konnte, hängt auch eng damit zusammen, dass Investitionen nicht allein von der Stadt geschultert werden mussten, sondern auch über das Energiecontracting mit der Firma Cofely abgedeckt wurden. Während Cofely in Entfeuchtung, Belüftung, Wärmerückgewinnung und eine neue Heizungstechnik rund 164.000 Euro investierte, steckte die Stadt knapp 215.000 Euro in den Brandschutz, die Erneuerung der Beleuchtung und einen neuen Sprungturm. Von der energetischen Sanierung profitiere auch die Umwelt, sagte Buß: „Jetzt sparen wir jährlich 31.500 Liter Heizöl ein.“ Petra Scholz-Gutbrod, Vorsitzende der Freunde und Förderer des Stadtbades, freute sich, „dass alles so gut geklappt hat.“ Denn dass das Bad auch über die neue Technik hinaus attraktiver wird, dazu saß auch der Förderverein mit 5.000 Euro im Boot. Von diesem Geld wurden sehr gut erhaltene Umkleidekabinen aus dem Bad „Cabrio“ in Weinstadt-Endersbach und neue, klappbare Wickeltische gekauft. „Schön ist es geworden“, waren sich Marianne Pernika und Christel Riedel nach dem Rundgang einig: „Wir überlegen uns, ob wir wieder regelmäßig kommen.“ Und Georg Rath, als Mitglied des DLRG-Reichenbach Stammgast im Plochinger Hallenbad, bestätigte aus Erfahrung, dass die Sanierungsmaßnahmen wirken: „Die Luft in der Schwimmhalle ist viel besser geworden und optisch steht das Bad jetzt auch besser da.“ Dazu haben viele ihren Beitrag geleistet, denn  der Förderverein angelt sich Spender mit knitzen Ideen - so kann sich zum Beispiel jeder in den Umkleiden mit einem Schild ein „Denkmal“ setzen: Für 50 Euro wird darauf hingewiesen, wer die Umkleidekabine oder den Schrank  durch eine Spende gesponsert hat. Da ließ sich Peter Blochinger aus Castrop-Rauxel nicht zweimal bitten: Der Ex-Plochinger Blochinger hat bereits seinen Beitrag zum Erhalt des Stadtbades geleistet.

Badespass beim Kinoschwimmen

Badespass beim Kinoschwimmen

So sehen die Sponsortafeln aus

So sehen die Sponsortafeln aus

Bericht aus den Plochinger Nachrichten vom 24.11.2011

Alle Rechte bei “Bei Uns”Es gibt noch viel zu tunEngagement für das Stadtbad

Kartenvorbestellung

Ab sofort können Karten für das Kinoschwimmen am 19. November 2011 vorbestellt werden

Kinoschwimmen 2011

Kartenpreise:

VVK Abholung:
Erwachsene: 4,-€   Endpreis: 4,- €
Kinder 3-12 Jahre: 3,-€   Endpreis: 3,- €
VVK Online:
Erwachsene: 4,-€ + Porto 0,55 € Endpreis: 4,55 €
Kinder 3-12 Jahre: 3,-€ + Porto 0,55 € Endpreis: 3,55 €

Abendkasse:

Erwachsene: 5,-€   Endpreis: 5,- €
Kinder 3-12 Jahre: 4,-€   Endpreis: 4,- €

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie kommt man denn an Karten zum Kinoschwimmen? Ganz einfach! Entweder

  • zu den normalen Öffnungszeiten an der Stadtbad-Kasse
  • bei Radio-Burkard in Esslingen, Schorndorfer Str. 27-29
  • Online über unten stehendes Formular

Bitte beachten!!! Bei Online Bestellung kommt noch einmalig das Porto von 0,55 € für den Versand dazu.

Nutzen Sie das Kinoschwimmen doch für Ihre Kindergeburtstagsparty!

Kindergeburtstag beim Kinoschwimmen 2011

 

 

 

 

 

 [Klick auf das Bild zum vergrößern]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zur Kartenbestellung bitte das folgende Formular ausfüllen. Nach Einzahlung des entsprechenden Betrages auf unser Vereinskonto werden Ihnen die Karten zugeschickt.

Bankverbindung: Volksbank Plochingen - KTO 753697009 - BLZ 61191310
*(kennzeichnet erforderliches Eingabefeld)
Vorname + Nachname
Anschrift 1 (Str. + Hausnr.)
Anschrift 2 (PLZ + Ort)
Anzahl Karten Erwachsene
Anzahl Karten Kinder

Am Montag, 26.09.2011 öffnet das Stadtbad seine Pforten!

Die Bauarbeiten im Hallenbad für einen verbesserten Brandschutz, im Bereich des Energieeinsparcontractings und für eine Aufwertung des Umkleidebereichs laufen derzeit noch auf Hochtouren. Leider kann das Stadtbad erst am Montag, 26.09.2011, wieder für die Öffentlichkeit geöffnet werden. Bis dahin ist auch der neue 3-m-Sprungturm aufgebaut.

Die diesjährige Kinoschwimm-Veranstaltung ist für

Samstag, den 19. November 2011

geplant. Weitere Einzelheiten folgen. Wir suchen noch motivierte Menschen, die dabei sein wollen. Lust dazu? Dann bitte melden!

 

Hier können Sie einen Film direkt vorschlagen. Denken Sie bitte daran, dass nur jugendfreie Filme berücksichtigt werden können.

Ihr Filmvorschlag (auch mehrere) für das Kinoschwimmen:

*(kennzeichnet erforderliches Eingabefeld)

Unterstützt von Fast Secure Contact Form

Zum vergrößern ins Bild klicken …

Formularvorderseite Namensschild-SpendeFormular Seite 2

 

 

 

Stadt und Energiecontractor investieren um Betriebskosten zu senken

(Bericht aus den Plochinger Nachrichten, Ausgabe 9 vom 03.03.2011)

Stadtbad Plochingen

Mit 50 in die Jahre gekommen: Jetzt wird in das Stadtbad investiert.

Volles Haus im Alten Rathaus: Fast kein Stuhl war bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates mehr frei. Die Tagesordnung hatte zahlreiche Freunde und Förderer des Stadtbads angelockt – schließlich ging es um „ihr“ Bad. Das ist zwar schon in die Jahre gekommen, strahlt aber für viele immer noch einen großen Charme aus. Um das Bad grundlegend zu sanieren wären weit über 4 Millionen Euro fällig. Aber darum ging es bei dieser Sitzung nicht. Auf der Tagesordnung stand die Grunds atzentscheidung, am Standort Burgplatz für das Hallenbad festzuhalten sowie eine Sanierung der Heizungs- und Lüftungsanlagen mit Hilfe des Energiecontractors Cofely. Insgesamt 215000 Euro investiert die Sta dt in das Hallenbad, 165 000 Euro davon außerplanmäßig.

Punkt 1 war schnell abgehakt: Alle Fraktionen legten ein klares Bekenntnis zum Standort am Burgplatz ab. Dort liegt das Bad zentral zwischen den Plochinger Schulen. „Wir stehen zum Hallenbad. Weder zum Standort noch zum Bad selbst gibt es eine Alternative“, betonte Gerhard Remppis (SPD). „Das Bad ist den Plochingern ans Herz gewachsen“, ergänzte Reiner Nußbaum (CDU), auch Brigitte Friederich (OGL) und Rainer Kienzle für die BVP gaben ein klares Bekenntnis zum Standort Burgplatz ab. Dort, so die Fraktionen unisono, würden sich ja auch nach dem Auszug der Feuerwehr neue städtebauliche Perspektiven ergeben, in die ein Hallenbad eingepasst werden soll – auch wenn im Moment das nötige Kleingeld für eine grundlegende Sanierung einfach fehlt, müsse gehandelt werden: „Jahrelang wurde nichts investiert“, sagte Friederich und Remppis betonte, dass man trotz knapper Kassen Kommunalpolitik nicht einfach einstellen könne.

Bei der Finanzierung legte die Verwaltung ein Konzept auf den Tisch, das mehrheitlich angenommen wurde, aber weit über die jüngst bewilligten 50 000 Euro für die Sanierung des Sprungturms und der Umkleidekabinen hinausgeht. „Denn um das Hallenbad die kommenden Jahre überhaupt und

Stadtbad Plochingen

Freunde und Förderer des Stadtbads sorgen immer wieder für ein Highlight: Beim Kinoschwimmen ist das Bad voll.

wirtschaftlich betreiben zu können, sind Sanierungen bei der Heizung und Lüftung unumgänglich“, wie Bürgermeister Frank Buß betonte. Alleine könnte die Stadt die Investition in Höhe von 162 000 Euro für die Heizung und Lüftung sowie weitere 165 000 Euro für Brandschutz, neue Türen, neue Spinde in den Umkleiden sowie die Reinigung der Lüftungskanäle und Wasserauslasse nicht stemmen. Doch gerade die 60 000 Euro teure Reinigung der Lüftungsanlagen, betonte der Leiter des Verbandsbauamtes, Andreas Sättele, seien aus hygienischen Gründen „dringendst nötig“. Für die 162 000 Euro teure Investition in die Heizungs- und Lüftungsanlage holte die Stadt den Energiecontractor Cofely ins Boot. Der Vertreter von Cofely, Steffen Haller, erklärte dem Rat der  Stadt, wie Heizung und Lüftung auf Vordermann gebracht werden können: Cofely investiere in die neue Lüftung 162 000 Euro und spare damit pro Jahr rund 28 000 Euro an Betriebskosten ein, erklärte Haller. Die Investition von Cofely wird aus eingesparten Betriebskosten innerhalb von rund sechs Jahren finanziert, rechnete Haller vor. „Für die Stadt ist diese Investition ein Nullsummenspiel“, sagte Bürgermeister Buß – es sei  auch die einzig mögliche Art, derzeit in das Hallenbad zu investieren und damit das Bad zu erhalten. Die neue Lüftungsanlage soll mit Hilfe von Wärmerückgewinnung funktionieren: Die feuchtwarme Luft im Bad wird angesaugt, Wärme, die jetzt ins Freie geblasen wird, wird rückgewonnen und in die Heizungskreisläufe geleitet. „Das sorgt auch für bessere Luft im Bad“, sagte Haller. Außerdem wird die Steuerung und Regelung der  Beckenwasserheizung erneuert. Der größte Einspareffekt, so Haller, komme aber erst in knapp einem Jahr, dann, wenn in der Tannenstraße ein Blockheizkraftwerk in Betrieb geht, das auch die umliegenden Schulen mit Wärme versorgen soll. Ob denn das bestechende Finanzierungskonzept auch nachhaltig ist, wollte Rainer Kienzle wissen: Die Stadt müsse außerplanmäßig 165 000 Euro ausgeben und binde sich 10,5 Jahre an den Energiecontractor. „Erst dann gehören die Anlagen uns – gibt es bis dahin das Hallenbad noch?“, fragte Kienzle, der mit einem weiteren Vertreter der BVP gegen dieses Finanzierungsmodell stimmte.

PLOCHINGEN: Neue Lüftung soll Betriebskosten stark senken – Stadt investiert mehr als 200 000 Euro

Von Hans-Joachim Hirrlinger
Artikel vom 25.02.2011 © Eßlinger Zeitung

Stadtbad Plochingen

Umgeben vom Schulzentrum steht das Stadtbad am Plochinger Burgplatz neben dem Feuerwehrhaus (rechts). Technisch und teilweise auch optisch soll das Bad modernisiert werden.Archivfoto: Rudel

Das Bekenntnis des Gemeinderats zum Stadtbad am Standort Burgplatz fiel einstimmig aus. Plochingen steht zum inzwischen 50 Jahre alten Hallenbad, das dringend sanierungsbedürftig ist. Nach diesem Bekenntnis können nun auch die Heizung und Lüftung auf einen modernen Standard gebracht werden.

Badegäste kennen das: Die Luft in der Schwimmhalle ist schwül, mit Feuchtigkeit gesättigt. Das liegt daran, dass möglichst wenig Wärme ins Freie geblasen werden soll. Das soll sich nun über die neue Lüftungsanlage mit Hilfe von Wärmerückgewinnung ändern. Mit vergleichsweise geringen Investitionen, die sich innerhalb von knapp sechs Jahren amortisieren können, will die Stadt über das Energiespar-Contracting Heizung und Lüftung auf den neuesten Stand bringen. Die Contracting-Firma Cofely investiert in die neue Lüftung 162 000 Euro und spart damit pro Jahr gut 28 000 Euro an Betriebskosten ein. Aus der Einsparung wird die Investition finanziert. Auch Steuerung und Regelung der Beckenwasserheizung werden erneuert, so dass in etwa einem Jahr im Zusammenhang mit einem neuen Blockheizkraftwerk in der Heizzentrale Tannenstraße laut Cofely-Fachmann Steffen Haller „eine hocheffiziente Anlage“ entstanden sein wird, die die Luftqualität im Hallenbad „deutlich verbessern“ soll. Dies gilt auch für angenehme Temperaturen in den Umkleiden, für die die neue Lüftung ebenfalls sorgt.

Stadt muss selbst investieren

Die Stadt muss allerdings ergänzend selbst ins Hallenbad investieren. 215 000 Euro kostet es, den Brandschutz mit Brandmeldern, neuen Türen und Entrauchung von zwei Treppenhäusern zu modernisieren, die Umkleiden mit neuen Spinden zu versehen und den Sprungturm zu erneuern. Schon aus hygienischen Gründen sei es notwendig, auch die Lüftungskanäle und Auslasse reinigen zu lassen, begründet Andreas Sättele, der Leiter des Verbandsbauamtes, den rund 60 000 Euro kostenden Anteil dieser Arbeiten. Der Gemeinderat stimmte diesem Kostenblock mit Mehrheit zu.

Die Entscheidung für den bestehenden Standort ist vor dem Hintergrund der grundsätzlichen Sanierungsbedürftigkeit des Stadtbades gefallen. Schon 2007 war untersucht worden, dass etwa 4 Millionen Euro notwendig seien, das Bad auf einen neuwertigen Standard zu bringen. Ein Neubau an einem anderen Platz war dagegen mit 5,3 Millionen Euro bewertet worden. Er wurde damals auch im Hinblick auf das Schulschwimmen verworfen. Am Burgplatz steht das Hallenbad zentral zwischen Gymnasium, Grund- und Werkrealschule sowie Realschule.

Das anschließende Feuerwehrmagazin wird in etwa 1,5 Jahren frei, so dass sich am Burgplatz neue Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen, die im Herbst über einen städtebaulichen Wettbewerb geklärt werden sollen. Daraus könnten sich auch Auswirkungen auf das Stadtbad ergeben, sagte Bürgermeister Frank Buß im Gemeinderat.

„Wir stehen zum Hallenbad“, sagte Gerhard Remppis für die SPD. Dazu gebe es keine Alternative. Reiner Nußbaum (CDU) erklärte, das Stadtbad sei zwar vom Vorzeigeprojekt zum Sorgenkind geworden, aber sehr vielen Plochingern ans Herz gewachsen. Diese Notoperation sei notwendig. Auch die OGL stimmte dafür, das Bad sauber, ordentlich und funktional zu erhalten, wie Brigitte Friederich sagte. Das gilt zwar auch für die BVP, doch zwei ihrer Stadträte stimmten gegen die Ertüchtigung.

 

Bericht aus “Bei uns”

(klick ins Bild zum vergrößern)