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Peter Blochinger aus Castrop-Rauxel spendet für Plochinger Bad

Kinoschwimmen im sanierten Bad

Bürgermeister Frank Buß und Petra Scholz-Gutbrod in den sanierten Umkleiden. Der Förderverein spendete klappbare Wickeltische.

Am vergangenen Samstag konnte im Vorfeld des „Kinoschwimmens“ das sanierte Plochinger Stadtbad besichtigt werden. Insgesamt 385.000 Euro wurden zum Großteil in die Technik investiert, die Umkleidebereiche auch mit Hilfe von Einzelspendern aufge-wertet und ein neuer Drei-Meter-Sprungturm angeschafft.

Einen spannenden Film zwischen Poolnudeln hängend oder von der Luftmatratze aus zu betrachten, das gehört zum Kinoschwimmen in Plochingen genauso wie die große Tombola ohne Nieten oder der legendäre Hot Dog für zwei Euro und Kaffee und Kuchen im Foyer. Mit solchen Aktionen setzen sich die Freunde und Förderer des Stadtbades Plochingen seit 2004 für den Erhalt des mittlerweile 46 Jahre alten Plochinger Hallenbads ein. Auch in diesem Jahr kamen wieder rund 180 Besucher zu dem Event. Lange Zeit stand auf der Kippe, ob die Stadt das Hallenbad aus den 60er-Jahren überhaupt erhalten kann und will. Doch im Februar 2011 dürfte den Fans  des Plochinger Stadtbads ein Stein vom Herzen gefallen sein: Damals sprach sich der Plochinger Gemeinderat einstimmig für den Erhalt und die Sanierung des Stadtbads am Burgplatz aus.

Am Samstag konnten Besucher vor dem Kinoschwimmen bei einem Rundgang mit Bürgermeister Frank Buß einen Blick in das Bad und den sanierten Umkleidebereich werfen. Durch die Investitionen „erhielt das Bad vor allem im Bereich der technischen Anlagen eine Frischzellenkur“, sagte Buß. Dass dem Bad diese Kur verordnet werden konnte, hängt auch eng damit zusammen, dass Investitionen nicht allein von der Stadt geschultert werden mussten, sondern auch über das Energiecontracting mit der Firma Cofely abgedeckt wurden. Während Cofely in Entfeuchtung, Belüftung, Wärmerückgewinnung und eine neue Heizungstechnik rund 164.000 Euro investierte, steckte die Stadt knapp 215.000 Euro in den Brandschutz, die Erneuerung der Beleuchtung und einen neuen Sprungturm. Von der energetischen Sanierung profitiere auch die Umwelt, sagte Buß: „Jetzt sparen wir jährlich 31.500 Liter Heizöl ein.“ Petra Scholz-Gutbrod, Vorsitzende der Freunde und Förderer des Stadtbades, freute sich, „dass alles so gut geklappt hat.“ Denn dass das Bad auch über die neue Technik hinaus attraktiver wird, dazu saß auch der Förderverein mit 5.000 Euro im Boot. Von diesem Geld wurden sehr gut erhaltene Umkleidekabinen aus dem Bad „Cabrio“ in Weinstadt-Endersbach und neue, klappbare Wickeltische gekauft. „Schön ist es geworden“, waren sich Marianne Pernika und Christel Riedel nach dem Rundgang einig: „Wir überlegen uns, ob wir wieder regelmäßig kommen.“ Und Georg Rath, als Mitglied des DLRG-Reichenbach Stammgast im Plochinger Hallenbad, bestätigte aus Erfahrung, dass die Sanierungsmaßnahmen wirken: „Die Luft in der Schwimmhalle ist viel besser geworden und optisch steht das Bad jetzt auch besser da.“ Dazu haben viele ihren Beitrag geleistet, denn  der Förderverein angelt sich Spender mit knitzen Ideen - so kann sich zum Beispiel jeder in den Umkleiden mit einem Schild ein „Denkmal“ setzen: Für 50 Euro wird darauf hingewiesen, wer die Umkleidekabine oder den Schrank  durch eine Spende gesponsert hat. Da ließ sich Peter Blochinger aus Castrop-Rauxel nicht zweimal bitten: Der Ex-Plochinger Blochinger hat bereits seinen Beitrag zum Erhalt des Stadtbades geleistet.

Badespass beim Kinoschwimmen

Badespass beim Kinoschwimmen

So sehen die Sponsortafeln aus

So sehen die Sponsortafeln aus

Bericht aus den Plochinger Nachrichten vom 24.11.2011

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